Dieses wiederkehrende Murmeltier

Mit der 1992 erreichten Höchstmarke von 438.000 Asylbewerbern schafft die rechtsextreme Partei DVU im selben Jahr mit 6,3% der Wählerstimmen in Schleswig-Holstein den Einzug in das Landesparlament. In Baden-Württemberg erreichen die Republikaner 10,9% und gelangen damit ebenfalls in den Landtag. Auch in anderen Bundesländern erstarken die Asylgegner. Dies liegt mitunter an der verschärften Rhetorik in der geführten Asyldebatte. Man wählt aus Protest zur Asylpolitik Parteien, die sich gegen etablierte Parteien und Migration positionieren. Die Reaktionen der regierenden Parteien, als Antwort auf das Erstarken der Rechtsparteien, führen anschließend zu einer Verschärfung des bestehenden Asylrechts in Deutschland. Ohne Weiteres ist es seither nicht möglich Asyl in Deutschland zu beantragen, wenn der Asylsuchende sich zuvor in einem sicheren Drittstaat aufgehalten hat. Abschiebungen aus Deutschland und Abweisungen von Hilfesuchenden an den Grenzen werden durch den Asylkompromiss von 1993 beschlossen.

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