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Momente

Ich habe verstanden.
Viele Augenblicke dauern an.
Momente sind unendlich.
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Soziale Medien: Denkmal für die ermordeten Juden Europas

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Internet – Fluch und Segen. Soziale Medien – Fluch und Segen. Ich sehe nun, was Du machst. Du zeigst Dich in verschiedenen Posen. Du präsentierst Dich mal hier, mal dort. Du, ich, wir möchten uns mitteilen. Wir tun es auch. Doch, Du hast nun etwas anderes besucht. Du warst in Berlin. Genauer warst Du beim Mahnmal, beim Holocaust-Mahnmal. Dieses wurde erbaut, um an die ermordeten und gequälten Juden zur Nazizeit zu gedenken. Und Du machst nun ein Foto – berechtigt. Du willst mit auf dem Bild sein – okay. Doch wieso posierst Du so respektlos herum?
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Seit der Geburt gefacebookt

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Früher wurde man lediglich in Nationalitäten und Religionen hineingeboren. Jetzt kommen noch soziale Netzwerke hinzu. Wieder haben Kinder keine Möglichkeit und sind ab der Geburt gefacebookt, mit allen dazu gehörigen Konsequenzen und ohne jegliche Entscheidungsmacht. Sie haben keine Macht darüber, was über sich selbst virtuell preisgegeben wird. Die Darstellungs- und Veröffentlichungswut der Eltern missachtet und unterschätzt die Zukunft (der Kinder).

Geschichte wiederholt sich

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Spätaussiedler, Vertriebene, Gastarbeiter, Ostblock-Europäer, „Ossis“, „Wessis“, Flüchtlinge – Parallelen? Menschen kamen, Menschen gingen, Menschen hetz(t)en gegen Menschen. Andere Zeiten, selber unnötiger und dummer Hass.

Unser Europa – die Geschichte der Zukunft

Irgendwann, in 100 Jahren, werden die Menschen Europa’s Flüchtlingspolitik von heute thematisieren und festgestellen, dass Europa kläglich versagt hat. Ein Europa, das in 2 Tagen Hunderte Milliarden ausgeben kann, um Banken zu retten. Ein Europa, das die Grenzen dicht macht und die Menschen in Stacheldraht reinlaufen lässt. Ein Europa, das an Egoismus nicht zu überbieten war. Solang hat man sich mit Dublin III sicher gefühlt in Deutschland. Und als nach Jahren der Flüchtlingsströme Italien, Griechenland usw. wirklich nicht mehr weiterwussten, war es Deutschland und anderen „sicheren“ Dublin-Staaten egal. Nun klopfen die Flüchtlinge an die Türe des Waffenexportdrittplatzierten und man ruft „Europäische Solidarität und Quote.“ So egoman und inhuman kann nur der Kapitalismus sein. Und über den Rechtsterrorismus und Rechtspopulismus will ich erst gar nicht anfangen. So oder so: Was wir erleben, wird als humanitäre Katastrophe in die Geschichte eingehen. Und kein Mensch wird je dafür zur Rechenschaft gezogen werden – kein Kriegstreiber, kein Hilfsverweigerer, kein Waffenexporteur, kein Unterdrücker, kein Sklaventreiber. Niemand.