Rassismus, Social Media und die Zukunft

Wie es in der Zukunft aussehen kann, kann nur vermutet werden. Schaut man sich die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte an, kann man feststellen, dass Debatten um Asyl und Migration sich oft auch mit Problemen sowie Rassismus beschäftigen. Geht es um Asyl wird verallgemeinert. Geht es um kriminelle Migranten, wird auf eine ganze Gruppe projiziert. Die Art und Weise der Kommunikation über Migranten und Asylbewerber hat sich im Vergleich zu früheren Diskussionen kaum verändert. Es hat eine Verlagerung von klassischen zu sozialen Medien stattgefunden. Waren es früher überwiegend Politik und etablierte Medien, die Ressentiments und Dramatisierungen in der Bevölkerung verbreitet haben, so ergänzen nun private Akteure in sozialen Medien die Meinungsbildung. Aufgrund der Einfachheit und der Möglichkeit der Viralität durch SM können Informationen schneller verbreitet werden und erlangen damit eine höhere Reichweite, die zu vorschnellen Meinungsbildung beiträgt. Dies führt, wenn keine Reflexion der Meldungen und Fakten stattfindet, zu einer Wahrnehmungs- bzw. Realitätsverzerrung. So ignorieren Akteure, die Falschmeldungen und Hassbeiträge veröffentlichen, den IST-Zustand und somit die reale Faktenlage. Gefahren sind Radikalisierungen, Parallelgesellschaftsbildungen, Pauschalisierungen und das Erstarken von Fremdenfeindlichkeit.

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